FANDOM


Wenn man sich in der Nordsiedlung, oder in der Handelsfeste befindet, hört man unweigerlich irgendwann Geschichten über "die Waldläufer". Sie leben im Nachtwald, brauchen keine Steuern zahlen und haben irgendeinen Eid geschworen, jagen Räuberbanden und führen Kämpfe mit den Orks.

Fragt man dann genauer beim Geschichtenerzähler nach, erhält man verworrene Antworten und wiedersprüchliches Gerede. So einfach scheint es wohl nicht zu sein mit den "Waldläufern".

Wer allerdings in die Nachtwaldakademie reist, kann einiges mehr erfahren. Nicht nur, dass überall auf dem Gelände der Nachtwaldakademie Gestalten herumlaufen, die man ohne weiteres als "Waldläufer" bezeichnen würde - es gibt dort auf dem Gelände der Akademie ein großes Blockhaus welches man nur das "Waldläuferheim" nennt. Wer hier nachfragt bekommt ausführliche Antworten:

Die "Waldläufer" wohnten einst in den Siedlungen am Waldrand, aber durch Kriege und marodierende Söldnerhaufen wurden sie in den Wald gedrängt. Irgendwann lehnten sie sich gegen eine kleine Burg auf und vertrieben die Söldnergruppe. Diese Burg wurde später vom Markgrafen zur Akademie ausgebaut. Da die Leute aus dem Nachtwald mit der Vertreibung der Söldner auch ihm einen guten Dienst erwiesen hatten, nahm er ihnen den Eid ab, fortan die Nachtwaldakademie zu schützen und die Wilde Grenze nach Süden zu bewachen. Dafür brauchen die Nachtwaldleute keine Steuern und Abgaben leisten und sind vom Milizdienst befreit. Trotz dieser Befreiung vom Milizdienst haben Sie allerdings im großen Krieg gegen die wilden Horden aus dem Ostland gekämpft. Viele waren als Bogenschützen auf dem Wall, andere unternahmen immer wieder Kundschafterausflüge ins Feindesland. Drei von den Nachtwaldleuten haben sich in diesem Krieg einen Namen gemacht:

Milan - ein Bogenschütze, der mit einer Gruppe anderer Nachtwaldleute geholfen hat, Nordtor zu sichern. Man sagt, nur die Elfen konnten mit seinen Leuten mithalten. Er hat während einer Nachtwache eigenhändig die Wallerstürmung durch eine Gruppe Orks verhindert. Man kennt ihn als Leutnant aus diesem Krieg, auch wenn er darauf keinen großen Wert legt. Mittlerweile führt er die Händlerkarawanen durch den Nachtwald.

Hesia - eigentlich gehört sie gar nicht zu den Nachtwaldleuten, da sie aus Weidengrund stammt, zieht aber seit einigen Jahren mit der Gruppe durch den Nachtwald und andere Länder. Sie ist Heilerin und hat ihre Lorbeeren hauptsächlich im Lazarett der Nordsiedlung verdient. Durch ihre sehr guten Kräuterkenntnisse konnte sie viele Verletzungen heilen und entsprechende Tränke und Salben herstellen. Bekannt wurde sie aber vor allem durch ihre Fähigkeiten mit dem Bogen, die sie bei Belagerungen auch immer wieder unter Beweis stellte

Bernulf - Bogenschütze und Späher, war oft im wilden Land unterwegs um die Truppen zu beobachten und ihre Lager auszuspähen. Durch die Kriegsumstände war er sogar kurzfristig Kommandeur der Truppen in der Nordsiedlung, gab diese Aufgabe aber nach den Kämpfen wieder ab. Er ist in dem Krieg ein Leutnant gewesen, vermeidet aber diese Bezeichnung.

Zudem hört man auch immer wieder Ortsnamen wie Waldheim, Seeblick oder Moorwacht. Wenn man aber die "Waldläufer" fragt, dann erhält man darauf keine Antwort oder sie weichen der Frage aus. Mittlerweile schützen sie nicht nur die Nachtwaldakademie, sie unterrichten sogar einige der Krieger im Überleben in der Wildnis. Die wilde Grenze im Süden durchstreifen sie seit mehreren Jahren und versuchen damit, die Orks abzuwehren, die besonders in schlechten Jahren häufig in die Ostmark eindringen wollen