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Die Händlerdiktatur beschreibt eine Zeitspanne von 28 Jahren zwischen 234 G.E. und 262, in der Ferrum nicht durch den Adel sondern durch einen bürgerlichen Rat regiert wurde.

Jahre vor 234Bearbeiten

In der Zeit vor 234 regierten die Alten Könige an der Spitze einer Feudalmonarchie. Sie feierten rauschende Feste auf Kosten ihrer Untertanen. Immer wieder kam es dabei zu finanziellen Engpässen.

Im 2.Jahrhundert hatten sich einige Familien herauskristallisiert, die ein besonderes Geschick im Handel bewiesen. So waren diese Familien zu Reichtümern gekommen, die selbst die Krone bei Weitem in den Schatten stellte.

So kam es, dass die Krone mindestens seit 200 G.E. bei diesen Familien Kredite aufnahm. Keiner dieser Kredite wurde je zurückgezahlt, sodass sich die Schulden schnell anhäuften. Man schätzt die Schulden um das Jahr 225 auf etwa 20.000 Golddukaten.

Im Jahr 228 kam es zu einem Krieg mit dem Land Nanam. Der König Gaius IV. ließ für den Krieg Schiffe bauen und heuerte Söldner an. Um diese Kosten zu decken wurde ein weiterer Kredit aufgenommen, den der König mit einem Händlerbund abschloss. Teil des Kreditvertrages war, dass die Herrschaft über das Land an den Händlerbund fallen sollte, sollte kein legitimer Erbe der Königsfamilie mehr leben.

MachtwechselBearbeiten

Im Jahr 234 verschworen sich die Mitglieder des Händlerbundes gegen die Krone. Sie fühlten sich stark genug und vertraglich abgesichert, sodass sie den Machtwechsel anstrebten. Sie ließen das Essen von Gaius IV. vergiften, sodass dieser im Juni 234 verstarb.

Nach der Trauerfeier beschuldigten sie den einzigen Sohn von Gaius IV., genannt Gaius V., des Giftanschlags auf seinen Vater. Sie legten fingierte Beweise vor und konnten einen Zeugen vorbringen, der Gaius schwer belastete. Gaius floh aus Ferrum, wurde aber auf der Flucht gefasst und noch vor Ort und ohne Prozess gerichtet.

Mit Vorlegen des Kreditvertrages von 228 übernahm der Händlerbund die Regierung.

ReformenBearbeiten

In den ersten Jahren folgten zahlreiche Reformen, die das Leben in Ferrum nachhaltig änderten. Sie schafften noch im Jahr 234 den Adel komplett ab und ernannten stattdessen lokale Vertreter des Händlerbundes, oft Geschwister oder enge Handelspartner von Mitgliedern des Bundes. Sie formierten einen Rat, der fortan die Geschicke des Landes leitete. Außerdem reformierten sie das Steuerrecht, sodass nun eine Pauschale pro Kopf und auf Besitztümer zu entrichten war.

ZwergenaufstandBearbeiten

Bereits seit vielen Jahrzehnten waren die Zwerge durch die Ferrumer versklavt. Doch im Jahr 245 erhoben sich die Zwerge gegen die Menschen und kämpften für ihre Freiheit. Nach blutigen Kämpfen mussten die Händler einlenken und sprachen jeden Zwerg frei von Sklaverei. Dieser Aufstand gilt als Wendepunkt in der Epoche, da dies die erste Niederlage der Händler war.

Verfolgung des AdelsBearbeiten

In den 250er Jahren begann der Rat gezielt ehemalige Adelige, die ihnen gefährlich erschienen, zu jagen und wegen Staatsverrats hinzurichten. Dies führte zu einer großangelegten Hetzjagd auf einzelne Adelige. Viele Personen des ehemaligen Hochadels flohen daraufhin aus Ferrum, teils über das Gebirge und teils mit dem Schiff in die Nordländer.

Ende der HändlerdiktaturBearbeiten

Als Ende der Händlerdiktatur gilt die Revolution von 262, in welcher der Adel das Land zurückerobern konnte. Die meisten Ratsmitglieder konnten fliehen. Alle Ratsmitglieder, derer der Adel habhaft wurde, wurden hingerichtet. Der Reichtum jedoch blieb in den Händlerfamilien, vornehmlich bei den Töchtern und Frauen, die in den folgenden Jahrzehnten die Geschicke der Familien leiteten.